Landesregierung fördert Restaurierung der Stürzel-Kapelle im Freiburger Münster und Sanierung der Mitscherlich-Villa

Veröffentlicht am 31.07.2015 in Pressemitteilungen

Aus der zweiten Tranche des Denkmalförderprogramms des Landes Baden-Württemberg werden die Sanierungsarbeiten an zwei weiteren Freiburger Kulturdenkmälern mit über 125.000 Euro unterstützt.

Dies erfuhren heute die Landtagsabgeordneten Gabi Rolland (SPD), Edith Sitzmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen, und Reinhold Pix (Grüne) vom zuständigen Staatssekretär im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft. In die Restaurierung der Stürzel-Kapelle im Freiburger Münster fließen rund 32.600 Euro, für die Sanierung der Fassade, des Glasdaches und der Erker der Villa Mitscherlich werden rund 94.500 Euro vom Land bereit gestellt.
  
„Die Landesregierung beweist mit dem Zuschuss aus dem Denkmalförderprogramm für die Sanierung der Stürzel-Kapelle einmal mehr, dass sie sich der herausragenden kulturellen Bedeutung des Freiburger Münsters bewusst ist“, freut sich Fraktionsvorsitzende Edith Sitzmann (Grüne). Die nach 1505 errichtete Stürzel-Kapelle befindet sich am Chorumgang des Münsters. Der Allerheiligenaltar der Familie Stürzel entstammte vermutlich um 1530 der Augsburger Malschule; die Glasmalereien fertigte 1528 Hans von Rapstein nach einem Entwurf von Hans Baldung Grien an. 

Die Villa Mitscherlich am Sternwaldeck in der Wiehre wurde 1883/84 für den Chemiker und Unternehmer Alexander Mitscherlich erbaut. In den 1970er Jahren war bereits der Abriss geplant, konnte dann aber aufgrund des Engagements vieler Freiburger verhindert werden. Seit 1978 dient die Villa als städtisches Atelierhaus. Gabi Rolland (SPD) betont die Bedeutung des Denkmalschutzes für eine aktive Bürgergesellschaft: „Gerade in der Denkmalpflege zeigt sich das enorme öffentliche und vor allem das private Engagement in Baden-Württemberg. Ohne die vielen Menschen, die sich mit vollem Einsatz unserer Geschichte verschrieben haben, wären wir um zahlreiche Zeugnisse vergangener Zeiten ärmer.“

Die Denkmalpflege ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Bewahrung des kulturellen Erbes in der Region. Auch das regionale Handwerk und der Tourismus profitieren: „Die Mittel der Denkmalförderung leisten ihren Beitrag zur Sicherung der Arbeits- und Ausbildungspla?tze im regionalen Handwerk. Auch für den Tourismus spielen unsere Kulturdenkmäler eine wichtige Rolle, in Freiburg natürlich insbesondere das Münster“, so Reinhold Pix (Grüne).

Hintergrund:
Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft hat in der zweiten Tranche des Denkmalförderprogramms 2015 rund 6,4 Millionen Euro für den Erhalt, die Sanierung und Nutzung von Kulturdenkmalen in Baden-Württemberg freigegeben.
Mit den Mitteln, die aus den Erlösen der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg stammen, werden 191 Maßnahmen unterstützt. Über die Hälfte der Maßnahmen, rund 57 Prozent, entfallen auf private Vorhaben. Bei 28 Prozent handelt es sich um kirchliche Vorhaben, 15 Prozent sind Instandhaltungsprojekte von Kommunen.
Anträge auf Förderung aus Landesdenkmalmitteln können bei den regional zuständigen Regierungspräsidien gestellt werden. Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg stellt das Denkmalförderprogramm auf und entscheidet über die zu fördernden Maßnahmen.

 

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