Vor-Ort-Termin in Umkirch am 08. Mai 2015

Veröffentlicht am 09.05.2015 in Unterwegs

Gabi Rolland traf Bürgermeister Walter Laub zum Gespräch, unterhielt sich mit Bürgerinnen und Bürgern bei einer Blumenaktion und referierte in der AWO-Seniorenwohnanlage über das Thema Barrierefreiheit.

Vielfältig waren die Themen, die im Rathaus angesprochen wurden. In dem anderthalbstündigen Gespräch mit Bürgermeister Laub, an dem auch Hauptamtsleiter Marcus Wieland, Altbürgermeister Ulrich Greschkowitz und die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Carmen Deininger teilnahmen, wurde sich zunächst über das Thema Schule ausgetauscht.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatten über Ganztages- und Gemeinschaftsschulen bekannte Bürgermeister Laub, dass er den Antrag der Werkrealschule March, zur Ganztagsschule ausgebaut zu werden, unterstütze, weil davon aufgrund der räumlichen Nähe der beiden Gemeinden auch Familien mit schulpflichtigen Kindern in Umkirch profitieren werden. Bereits jetzt gingen viele Schüler der 5. Klasse in March zur Schule. Im Falle eines positiven Bescheids zu dem Antrag müssten aber die Busverbindungen zwischen beiden Orten den Schulzeiten angepasst werden.

Beim „Dauerthema“ B 31 West versprach Gabi Rolland, sich weiterhin für die Fortsetzung des Planfeststellungsverfahrens einzusetzen, damit der Bau der B 31 fortgeführt und abgeschlossen  werden könne. Bürgermeister Laub betonte, dass der Verkehr durch Umkirch seit Eröffnung der Ortsumfahrung signifikant abgenommen habe. Allerdings gestalte sich aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens die Zufahrt zur B 31 schwierig, so dass sich regelmäßig ein langer Rückstau bilde. Daher stelle sich die Frage, ob durch den Bau eines Kreisverkehrs der Verkehrsfluss besser geregelt werden könne.

Gute Nachrichten gibt es auch zum geplanten Bau eines Hauses, in dem eine Pflegewohngruppe für alte Menschen untergebracht werden soll. Da die Vorarbeiten vor dem Abschluss stehen, könne demnächst der Bauantrag gestellt werden, so dass bis Mitte 2016 mit der Fertigstellung gerechnet werden könne, berichtete Laub. Bislang sei es zudem der Gemeinde gelungen, alle Flüchtlinge dezentral mit Wohnraum zu versorgen. Müssten aber noch mehr Menschen aufgenommen und betreut werden, könne der Kauf von Containern nicht mehr vermieden werden. Eine große Herausforderung stelle es für die Gemeinde dar, die Sozialberatung der Asylbewerber zu koordinieren. Mit einem kurzen Austausch über den Hochwasserschutz endete das Gespräch.

Nach einem Spaziergang durch Umkirch, den Gabi Rolland nutzte, Bürgerinnen und Bürgern mit einem Blumengruß zu überraschen und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, stand als nächste Station ein Besuch der AWO-Seniorenwohnanlage in der Snewelinstraße auf dem Programm. Dort berichteten Gabi Rolland und Gemeinderat Tom Hirzle, Vorsitzender der SPD-Fraktion, den Anwesenden über das Thema Barrierefreiheit. Gabi Rolland wies u. a. darauf hin, dass nach § 35 der Landesbauordnung in Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohnungen die Wohnräume eines Geschosses künftig barrierefrei erreichbar sein müssen. Außerdem seien die Ministerien des Landes Baden-Württemberg unter Federführung des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung damit beschäftigt, einen Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu erarbeiten. Weitere Fortschritte sollen auch auf dem Weg zu einem barrierefreien Tourismus erzielt werden. Nachfragen und Klagen äußerten viele Zuhörerinnen und Zuhörer zur Bushaltestelle in der Ortsmitte von Umkirch. Nach Absenkung des Bürgersteigs sei es für Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator nicht mehr möglich, in die Busse des ÖPNV zuzusteigen. Stattdessen müssten sie nun große Umwege in Kauf nehmen, um an anderen Haltestellen in einen Bus zu gelangen.

Bereichert, voller neuer Eindrücke und mit einigen Anregungen und Anliegen im Gepäck beschloss Gabi Rolland ihren Vor-Ort-Tag in Umkirch.

 

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