Gabi
Rolland
MdL

Aufruf für das SPD-Debattencamp am 10./11. November 2018 in Berlin
Umwelt- und Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Vernunft zusammen denken

Wir müssen das fossile Zeitalter hinter uns lassen und den Weg für eine ökologisch-soziale Transformation bereiten! Gemeinsam mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze, Dr. Matthias Miersch MdB und 32 weiteren SPD-Umweltpolitiker*innen habe ich den folgenden Aufruf für das SPD-Debattencamp unterzeichnet.

"Die SPD muss künftig viel deutlicher machen, dass für sie Fortschritt immer das Zusammendenken von Arbeit und Umwelt bedeutete. Willy Brandt hat vom „blauen Himmel über der Ruhr“ nicht einfach so gesprochen. Unter uns Unterzeichner*innen sind einige, die schon seit Jahrzehnten sozialdemokratische Umweltpolitik formuliert und praktiziert haben. Dieser Gedanke lebt in unserer Partei, und er wird sich noch stärker durchsetzen müssen. Jetzt gilt es, an die großen Vorhaben, wie das EEG oder den Atomausstieg, anzuknüpfen, die ohne die SPD nicht durchsetzbar gewesen wären. Das von der SPD durchgesetzte Klimaschutzgesetz muss 2019 Wirklichkeit werden. Angesichts der Bedrohung der planetaren Grenzen ist eine große Transformation in Richtung einer postfossilen, nachhaltigen Entwicklung notwendig. Dieser Übergang bietet große Chancen für neue und nachhaltige Beschäftigung mit guten Arbeitsplätzen - wenn er entsprechend aktiv gestaltet wird.

Im Rahmen des Profilierungsprozesses setzen wir vor allem auf folgende Punkte:

  1. Die globalen Nachhaltigkeitsziele sollten Leitbild der sozialdemokratischen Erzählung sein.
  2. Die ökologischen Grenzen sind unverrückbar. An ihnen müssen sich unsere politischen Instrumente (z.B. Steuern, Subventionen) ausrichten, um angesichts endlicher Ressourcen Verteilungsgerechtigkeit zu garantieren.
  3. Wir müssen das fossile Zeitalter hinter uns lassen. Die Zukunft besteht aus 100 Prozent Erneuerbaren Energien.
  4. Wir brauchen ein staatliches Milliardeninvestitionsprogramm für die ökologisch-soziale Transformation.
  5. Unser künftiges Handeln muss durch Effizienz und Handeln in Kreisläufen bestimmt sein."

Den Aufruf inklusive der Liste der 35 Unterzeichner*innen können Sie hier als PDF herunterladen.